Breathe for love tomorrow,
'Cause there's no hope for today.



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Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fenster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos.
Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, wo schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passierte lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt.
Wenn es ein Geräusch gibt, dann in deinem Innern. Ein Schrei, den niemand hören kann außer dir selbst, so laut, dass dir die Ohren klingen und der Kopf weh tut. Es zappelt in deiner Brust herum wie ein gefangener Hai, er brüllt wie eine Bärin, der man ihr Junges weggenommen hat. So sieht er aus und klingt er- ein riesenhaftes Tier, das brüllend um sich schlägt sich panisch aus der Falle zu befreuen versucht, gefangen in seinen eigenen Gefühlen.
Aber das ist es ja mit der Liebe, niemand ist vor ihr gefeit. Sie ist wild, roh, wie eine offene, dem Salzwasser ausgesetzte Fleischwunde und wenn diese Wunde wirklich aufbricht, dann geschieht es lautlos. Du schreist nur im Innern und keiner kann dich hören.

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Es war ein lähmendes Gefühl, als hätte mir jemand ein riesiges Loch in die Brust geschlagen, die wichtigsten Organe herausgeschnitten und klaffende Wunden hinterlassen, die einfach nicht aufhören wollten zu pochen und zu bluten. Mein Verstand sagte mir, dass meine Lunge funktionierte, trotzdem rang ich nach Luft, und in meinem Kopf drehte es sich. Auch mein Herz schlug wohl, doch ich spürte keinen Puls, und meine Hände fühlten sich an als wären sie blau gefroren. Ich rollte mich zusammen und schlang die Arme um die Brust, also könnte ich so meinen Körper zusammenhalten. Ich versuchte alles damit die Taubheit zurückkehrte, aber es wollte nicht gelingen. Und trotzdem konnte ich es überstehen. Ich war hellwach und spürte den schmerzhaften Verlust – er strahlte von der Brust aus. Jagte mir Wellen durch die Glieder und schoss mir in den Kopf- aber es war mittlerweile auszuhalten.
[...]
Der Schmerz hatte mit der Zeit nicht nachgelassen, aber ich schien jetzt genug Kraft zu haben, um ihn zu ertragen. Zum ersten Mal seit langem wusste ich nicht, was mich am nächsten Morgen erwartete.

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Mein ganzer Körper wurde taub. Vom Hals an abwärts hatte ich überhaupt kein Gefühl mehr.
"Ich verspreche dir, dass du mich heute zum letzten Mal siehst. Ich werde nicht zurückkehren.
Du kannst dein Leben ungestört von mir weiterleben.
Es wird so ein, als hätte es mich nie gegeben."

Offenbar hatten meine Knie angefangen zu zittern, denn plötzlich schwankten die Bäume. Ich hörte, dass das Blut schneller als sonst hinter meinen Ohren pulsierte. Seine Stimme klang jetzt weiter weg. [...]

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1.3.09 19:20
 


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